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09
Jun

Ritual des Erwachsen werdens

Geschrieben von Monika
Monika
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in Presse News

Victor Odor gehört seit sechs Jahren dem Team des Rhein-Valley Hospitals an. Als Büroassistent hat er vielerlei Aufgaben zu erfüllen: Kontrolle der Wassergebühren, Vorbereitung der Buchhaltung, Überprüfung der Mitarbeiterberichte, Organisation des Kücheneinkaufs und die Information der Gemeinde über den Spitalbetrieb. Jedes Jahr bereitet er die Beschneidung der Buben vor.

In der Gemeinde Kasambara-Gilgil ist es üblich, einen Buben auf dem Weg des Erwachsen werdens rituell zu begleiten. Die Beschneidung ist eine sorgfältig geplante Zeremonie. Damit die Buben den Eingriff medizinisch und psychisch gut verkraften, lassen ihn die Eltern im Rhein-Valley Hospital durchführen. Jeweils in den Schulferien im Dezember und Januar.

Wenn Spitalleiterin Mama Matata (Ruth Schäfer) Victor Odor wieder einmal den Auftrag erteilt, sich um die Beschneidung zu kümmern, legen er und der Arzt Benson Ogechi die Termine sofort fest. So bleibt den Buben und ihren Eltern genug Zeit, sich auf den Eingriff einzustellen. Mit einer von Benson Ogechi erstellten Liste fährt Victor Odor in die nächst grössere Stadt, nach Nakuru. Dort besorgt er Medikamente, Verbandsmaterial und alle Utensilien, die für eine fachgerechte und sterile, wenn auch kleine Operation nötig sind.

Ist der vorgesehene Tag gekommen, bringen die Eltern oder Nachbarn den Buben zur Beschneidung ins Spital. Die Ärzte untersuchen ihn gründlich und verringern so das medizinische Risiko des Eingriffs. Damit sich jeder Bub genau vorstellen kann, was ihn erwartet und er keine Angst haben muss, bereiten ihn die Ärzte auch psychologisch vor. Nachdem jeweils eine Gruppe mit sechs Buben einen ganzen Tag im Spital verbracht hat, ist jeder einzelne bereit.

Nach der Operation am nächsten Tag werden die Buben noch eine Woche lang im Spital betreut und gepflegt. Täglich untersucht sie ein Arzt, um eine Komplikationen auszuschliessen, Viele der Buben geniessen den Spitalaufenthalt, haben sie doch noch nie zuvor in einem bequemen und sauberen Bett geschlafen. Sie wachsen in armen Familien auf oder stammen aus einem Flüchtlingslager, in dem sie als Vertriebene im eigenen Land leben.

Victor Odor gehört seit sechs Jahren dem Team des Rhein-Valley Hospitals an. Als Büroassistent hat er vielerlei Aufgaben zu erfüllen: Kontrolle der Wassergebühren, Vorbereitung der Buchhaltung, Überprüfung der Mitarbeiterberichte, Organisation des Kücheneinkaufs und die Information der Gemeinde über den Spitalbetrieb. Jedes Jahr bereitet er die Beschneidung der Buben vor.

In der Gemeinde Kasambara-Gilgil ist es üblich, einen Buben auf dem Weg des Erwachsen werdens rituell zu begleiten. Die Beschneidung ist eine sorgfältig geplante Zeremonie. Damit die Buben den Eingriff medizinisch und psychisch gut verkraften, lassen ihn die Eltern im Rhein-Valley Hospital durchführen. Jeweils in den Schulferien im Dezember und Januar.

Wenn Spitalleiterin Mama Matata (Ruth Schäfer) Victor Odor wieder einmal den Auftrag erteilt, sich um die Beschneidung zu kümmern, legen er und der Arzt Benson Ogechi die Termine sofort fest. So bleibt den Buben und ihren Eltern genug Zeit, sich auf den Eingriff einzustellen. Mit einer von Benson Ogechi erstellten Liste fährt Victor Odor in die nächst grössere Stadt, nach Nakuru. Dort besorgt er Medikamente, Verbandsmaterial und alle Utensilien, die für eine fachgerechte und sterile, wenn auch kleine Operation nötig sind.
Ist der vorgesehene Tag gekommen, bringen die Eltern oder Nachbarn den Buben zur Beschneidung ins Spital. Die Ärzte untersuchen ihn gründlich und verringern so das medizinische Risiko des Eingriffs. Damit sich jeder Bub genau vorstellen kann, was ihn erwartet und er keine Angst haben muss, bereiten ihn die Ärzte auch psychologisch vor. Nachdem jeweils eine Gruppe mit sechs Buben einen ganzen Tag im Spital verbracht hat, ist jeder einzelne bereit.
Nach der Operation am nächsten Tag werden die Buben noch eine Woche lang im Spital betreut und gepflegt. Täglich untersucht sie ein Arzt, um eine Komplikationen auszuschliessen, Viele der Buben geniessen den Spitalaufenthalt, haben sie doch noch nie zuvor in einem bequemen und sauberen Bett geschlafen. Sie wachsen in armen Familien auf oder stammen aus einem Flüchtlingslager, in dem sie als Vertriebene im eigenen Land leben.
Sind die Operationswunden verheilt, werden die Buben entlassen. die traditionelle Zeremonie der Beschneidung liegt hinter ihnen. Jeder von ihnen ist als Bub gekommen. Als Mann geht er.
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