2001 erfolgte der erste Spatenstich, am 1. Mai 2004 wurde das Ambulatorium und im September 2005 eine Betten– sowie Geburtenstation eröffnet. Inzwischen gingen die Bodenrechte auf den Verein über und die NGO-Zertifizierung liegt vor.
Bis zum Beginn der Unruhen im Dezember 2007 wurden jährlich rund 15 000 Patienten behandelt und 2 Mio. Liter Trinkwasser an die Bevölkerung abgegeben. Auch für das beim Verein angestellte medizinische Personal hat sich durch faire Lohnzahlungen die Lebenssituation verbessert. Durch die politische Krise wurde das Spital zur Anlaufstelle für Tausende heimatlose Vertriebene. Die Betriebskosten haben sich deshalb innert Jahresfrist nahezu verdoppelt und liegen in 2008 bei rund 200 000 Franken für 40 000 Behandlungen.
Die enorm angestiegenen Patientenzahlen sind auf das - auf dem Spitalgelände geführte - Camp und die stark gestiegenen Lebensmittelpreise zurückzuführen.
Katastrophale hygienische Zustände und eine mangelhafte medizinische Versorgung sind Alltag der Menschen in Kenia. So führen nicht lebensbedrohliche Erkrankungen vielfach zum Tod, weil Spitäler nicht erreichbar, unbezahlbar oder hoffnungslos überbelegt sind. Der im Juni 2000 gegründete Verein Rhein-Valley Hospital mit Sitz in Altstätten, im St. Galler Rheintal, setzte sich das Ziel, den Bau eines Spitals in Kasambara-Gilgil, rund 150 km nordwestlich von Nairobi, zu realisieren.